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Kaderärztliche Vertretung in Anästhesie und Intensivmedizin: Wenn eine Vakanz den ganzen Betrieb betrifft

vor 8 Stunden
4 Min. Lesezeit

Eine Vakanz in der Anästhesie oder Intensivmedizin betrifft selten nur die eigene Abteilung.


Fehlt kaderärztliche Kapazität, können sich die Auswirkungen rasch auf OP-Planung, Dienstsysteme, Intensivstation, Notfallversorgung und andere Fachbereiche eines Spitals ausweiten. Genau das unterscheidet diese Funktionen von vielen anderen personellen Engpässen.



Eine kaderärztliche Vertretung muss deshalb mehr können, als einzelne Dienste oder klinische Einsätze abzudecken.


Anästhesie ist Teil der gesamten OP-Leistung

Die Anästhesie ist eng mit nahezu allen operativen Fachdisziplinen verbunden.

Fehlen ausreichende fachärztliche oder kaderärztliche Ressourcen, stellt sich deshalb nicht nur die Frage, wer die anästhesiologische Versorgung übernimmt. Ebenso relevant ist, welche OP-Kapazitäten tatsächlich aufrechterhalten werden können.


Das betrifft unter anderem:

  • OP-Programme und vorhandene Anästhesiekapazitäten aufeinander abstimmen

  • Kaderärztliche Präsenz und Hintergrunddienste sicherstellen

  • Assistenzärztinnen und Assistenzärzte fachlich führen und supervidieren

  • Schnittstellen zu OP, Notfall, Intensivstation und operativen Fachbereichen koordinieren


Eine Vakanz kann damit unmittelbar zu einem betrieblichen Thema werden.


Gerade in kleineren und mittleren Spitälern sind die Systeme häufig eng aufeinander abgestimmt. Fällt eine Person mit zentraler Funktion aus, bestehen nicht immer zusätzliche Ressourcen, mit denen sich dieser Ausfall über längere Zeit intern kompensieren lässt.


In der Intensivmedizin geht es um mehr als Dienstabdeckung

Ähnlich verhält es sich auf einer Intensivstation.


Eine kaderärztliche Funktion beinhaltet neben der unmittelbaren Patientenversorgung auch medizinische Führung, Supervision, Entscheidungsverantwortung und die Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Fachdisziplinen.


Eine gute Vertretung muss deshalb nicht nur fachlich qualifiziert sein. Sie muss sich auch in bestehende Abläufe integrieren und Verantwortung innerhalb des vorhandenen Systems übernehmen können.


Dabei stellen sich beispielsweise Fragen wie: Wie sind Entscheidungswege geregelt? Welche Kompetenzen bestehen im ärztlichen und pflegerischen Team? Wie funktionieren Übergaben und Eskalationswege? Welche Aufgaben übernimmt die kaderärztliche Funktion ausserhalb der direkten Patientenversorgung?

Je schneller diese Zusammenhänge verstanden werden, desto schneller wird aus einer externen Vertretung eine tatsächlich funktionierende Unterstützung.



Fachkompetenz allein reicht nicht

Gerade bei kaderärztlichen Vertretungen wird häufig zuerst auf Facharzttitel, klinische Erfahrung und Einsatzmöglichkeiten geschaut.


Das ist selbstverständlich notwendig. Für eine funktionierende Interimslösung reicht es aber nicht aus.


Auf Kaderstufe kommen weitere Anforderungen hinzu:


  • Führungsverantwortung übernehmen

  • Entscheidungen im vorhandenen organisatorischen Kontext treffen

  • Mit Pflege, OP-Management und anderen Fachdisziplinen zusammenarbeiten

  • Bestehende Standards und Prozesse rasch erfassen

  • Probleme erkennen und ansprechen, ohne das bestehende System unnötig zu verändern


Gerade der letzte Punkt ist wichtig.


Eine externe Führungsperson kommt nicht in eine Organisation, um nach wenigen Tagen alles neu zu gestalten. Zunächst muss verstanden werden, was funktioniert, welche Besonderheiten bestehen und wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht.


Zwei Fachbereiche mit einer erfahrenen Kaderperson abdecken

Gerade an der Schnittstelle zwischen Anästhesie und Intensivmedizin kann eine kombinierte fachliche Qualifikation zusätzliche Möglichkeiten schaffen.


Unser Medical Consultant verfügt über beide Facharzttitel in Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie über rund 30 Jahre Berufserfahrung in der Schweiz und langjährige Erfahrung in verschiedenen kaderärztlichen Funktionen. Damit kann er nicht nur in beiden Fachbereichen klinische und kaderärztliche Verantwortung übernehmen, sondern bei entsprechender Organisation auch Dienstmodelle fachbereichsübergreifend abdecken.


Das kann insbesondere bei Hintergrunddiensten interessant sein. Statt für Anästhesie und Intensivmedizin zwingend zwei separate kaderärztliche Ressourcen vorzuhalten, kann je nach betrieblichen Voraussetzungen eine fachlich doppelt qualifizierte Person beide Bereiche abdecken.


Ein weiterer Vorteil zeigt sich im Alltag häufig erst während des Einsatzes: die Vernetzung innerhalb der Schweizer Spitallandschaft.


Wer über viele Jahre in unterschiedlichen Häusern und Funktionen gearbeitet hat, kennt Strukturen, Ansprechpartner und Versorgungssysteme. Das kann beispielsweise bei der Suche nach geeigneten Übernahmemöglichkeiten für Patientinnen und Patienten hilfreich sein, wenn eine Intensivstation entlastet werden muss oder eine Weiterbehandlung in einem anderen Zentrum erforderlich ist.


Umgekehrt kann ein gutes Netzwerk auch den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Häusern erleichtern.


Davon profitieren nicht nur die Institutionen selbst. Auch Assistenzärztinnen und Assistenzärzte können während einer solchen Interimslösung von einer gut vernetzten kaderärztlichen Führung profitieren – sei es durch fachlichen Austausch, Empfehlungen, Kontakte oder Unterstützung bei der weiteren beruflichen Entwicklung.


Gerade solche Aspekte lassen sich kaum in einer klassischen Stellenbeschreibung abbilden. In der Praxis können sie aber erheblich dazu beitragen, dass eine temporäre kaderärztliche Vertretung mehr leistet als reine Dienstabdeckung.


Eine externe Vertretung sieht trotzdem Dinge, die intern selbstverständlich geworden sind

Genau darin liegt gleichzeitig ein zusätzlicher Nutzen einer externen kaderärztlichen Vertretung.


Wer neu in eine Organisation kommt, betrachtet Dienstmodelle, Prozesse, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten mit einem anderen Blick.


Dabei können beispielsweise unnötige Doppelspurigkeiten, unklare Zuständigkeiten oder organisatorische Abhängigkeiten sichtbar werden, die für langjährig Mitarbeitende längst Bestandteil des Alltags geworden sind.


Nicht jede Beobachtung muss zu einem Veränderungsprojekt führen.

Wenn sich während einer mehrmonatigen Vertretung jedoch zeigt, dass bestimmte Prozesse immer wieder Schwierigkeiten verursachen, kann es sinnvoll sein, diese Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des Bereichs zu nutzen.



Geplante und ungeplante Engpässe unterscheiden sich

Kaderärztliche Vertretungen werden aus unterschiedlichen Gründen benötigt.


Eine geplante Abwesenheit lässt sich frühzeitig vorbereiten. Verantwortlichkeiten, Dienstplanung und Übergabe können vor dem Einsatz geklärt werden.


Bei einem kurzfristigen Ausfall ist die Situation eine andere. Dann geht es zunächst darum, rasch zu verstehen, welche Aufgaben unmittelbar übernommen werden müssen und wo betriebliche Risiken entstehen könnten.


Auch länger dauernde Rekrutierungen können eine Vertretung erforderlich machen. Gerade dann sollte nicht nur die klinische Präsenz betrachtet werden, sondern auch die Führungsverantwortung, die während dieser Monate weiterbesteht.


Kaderärztliche Vertretung in Anästhesie und Intensivmedizin bedeutet deshalb mehr als die Besetzung einzelner Schichten oder Dienste.

Sie trägt dazu bei, dass OP-Planung, medizinische Führung, interprofessionelle Zusammenarbeit und klinischer Betrieb auch während einer personellen Übergangsphase funktionieren.


Gerade in Fachbereichen mit vielen Schnittstellen zeigt sich der Wert einer Vertretung daran, wie schnell sie sich in bestehende Strukturen integriert und wie wenig die übrige Organisation durch den personellen Wechsel belastet wird.


Das Ziel ist nicht, eine externe Person möglichst sichtbar zu machen.


Das Ziel ist, dass der Betrieb weiterläuft.


Kaderärztliche Vertretung in Anästhesie und Intensivmedizin mit Mädler Healthcare Consulting

Mädler Healthcare Consulting unterstützt Spitäler dabei, eine kaderärztliche Vertretung in Anästhesie und Intensivmedizin professionell und verlässlich sicherzustellen. Dabei geht es nicht nur um die Abdeckung einzelner Dienste, sondern um medizinische Führung, Entscheidungsverantwortung und die Integration in bestehende betriebliche Strukturen.




Durch die kombinierte fachliche Erfahrung in Anästhesiologie und Intensivmedizin kann eine externe kaderärztliche Vertretung dazu beitragen, klinische Versorgung, OP-Planung, Dienstsysteme und Schnittstellen auch während einer personellen Übergangsphase stabil zu halten.


Mehr zu unseren Möglichkeiten im Bereich kaderärztlicher Vertretung, Interimsmanagement und Führungsunterstützung finden Sie in unserem Leistungsangebot. Weitere Informationen zu Mädler Healthcare Consulting finden Sie auf unserer Homepage.


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